Curriculum

Psychotraumatologie & Traumatherapie nach dem KReST-Modell (2009-2011)
Trauma und die Behandlung der Folgen

 

 

Was

In den einzelnen Blöcken des Curriculums wird theoretisch und praktisch aufgezeigt und geübt, wie nach neuen Erkenntnissen ressourcenorientiert u. traumazentriert in Einzeltherapie sowie Familien- und Paartherapie ambulant und stationär posttraumatische Störungen und die daraus resultierenden Probleme effektiv behandelt werden können.

Das Curriculum wird die Teilnehmer mit den Grundlagen und Konzepten der modernen, wissenschaftlich fundierten
     - Psychotraumatologie,
     - Neurobiologie, Bindungs- und Stressforschung,
     - Traumapsychotherapie (Klinik, Diagnostik, Behandlung)
     - Traumaberatung/ -behandlung und Gesprächsführung
vertraut machen.

Inhalte werden multimedial, didaktisch klar und anschaulich vermittelt und durch Videobeispiele, Rollenspiele und „Live-Arbeit" praxisnah demonstriert. In Selbsterfahrungsepisoden sollen die Erkenntnisse anschließend erprobt werden. Das traumazentrierte Konzept der Behandlung posttraumatischer Störungen und Persönlichkeitsveränderungen wird an echten Therapiebeispielen erläutert.
Die veränderte Stress- u. Informationsverarbeitung und Gedächtnisfunktion sowie emotionale und körperliche Reaktionsmuster nach traumatischen Erlebnissen bedarf multidimensionaler therapeutischer Interventionen. Deshalb werden in dem 4-phasigen traumazentrierten Psychotherapie- und Beratungsmodell KReST tiefenpsychologische, behaviorale, imaginative, hypno- und körpertherapeutische Techniken zur Symptomreduktion und Heilung von psychischen Problemen, Symptomen und Persönlichkeitsstörungen genutzt.

 

 

Wofür

-> Fortbildungspunkte (18 bis 20 je Block) von allen Landes-, Ärzte- und Psychotherapeutenkammern
-> Zertifikat "Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie" vom zptn
-> Zertifikat "Psychotherapie und Traumatherapie" vom zptn
-> Zertifikat "Psychotraumatologie und Traumaberatung" vom zptn

Vorraussichtlich (Anerkennung beantragt):
-> Zertifikat "Spezielle Psychotraumatherapie DeGPT" durch den Dachverband DeGPT e.V. möglich

 

 
Wann

Modul 1:    30.08. - 31.08.2009
· Geschichte und allgemeine Psychotraumatologie
· Neurophysiologie von Stress- und Traumaverarbeitung
· „Neuroplastizität", nutzungsabhängige Hirnstrukturierung
· Wissenschaftliche Forschung zu Trauma und Therapie
· Trauma- Dissoziation - Gedächtnisbildung
· Klinik, Diagnostik u. Behandlungsgrundlagen posttraumatischer Belastungs- und Persönlichkeitsstörungen
· Einführung ins 4-phasige KReST-Modell der traumazentrierten Psychotherapie und Beratung


Modul 2:    30.10. - 31.10.2009
· Fortsetzung und Ergänzung der Grundlagen
· Vom sicheren äußeren Ort zum sicheren Inneren Ort
· Phase 2: Stabilisierung und Ressourceninstallation- Visualisierungs- und Imaginationsübungen („meditative" und „dialogische" Form)
· Distanzierungstechniken: Dissoziationsstopp, Reorientierung, Containment, „Notfallliste/Notfallkoffer"
· Praktikum: Übungen und Selbsterfahrung in Dreiergruppen


Modul 3:    08.01. - 09.01.2010
· Stabilisierungstechniken/Imaginationsübungen (Fortsetzung), Demonstration und Praktikum
· „Das Innere Kind": Ressourcenarbeit auf der Inneren Bühne, „Innerer Dialog" mit dem „Inneren Team"
· Liste positive Life-Events
· „Screen-/Bildschirm-Technik" zur Ressouceninstallation (Pos. Life-Events mit Zufriedenheit, Glück, Stolz)
· Einführung und Live-Demonstration


Modul 4:    12.03. - 13.03.2010
· Positive Life-Events (Fortsetzung) mit Praktikum
· Akut-Traumata und ihre Begleitung und Behandlung - Frühe Interventionen, Debriefing, Defusing
· Grundlagen notfallpsychologischer Interventionen
· Systemische Aspekte der „Traumatherapie"
· Posttraumatische Belastungsstörung innerhalb der Familie
· Arbeit mit Kindern, Familien und Paaren nach verschiedenen Traumatisierungen (Einführung)


Modul 5:    02.06. - 03.06.2010
· Einführung in Diagnostik und Phänomenologie dissoziativer Störungen und Persönlichkeitsveränderungen als komplexe PTBS
· Arbeit mit dem »inneren Team« bzw. »Ego-State-Arbeit«
· Gewalt, organisierte und rituelle Formen sexueller Ausbeutung und Misshandlungen
· Tätertypen, Stufen der Verleugnung; Therapie mit Tätern

Praxis- und Supervisionstag:     4. Juni 2010, (09:00 bis 17:00 Uhr)


Modul 6:    16.08. - 17.08.2010
· Klinische Diagnostik einfacher und komplexer posttraum. Störungen
· Therapeutische Methoden (VT, EMDR, DBT, PITT, KReST)
· Juristische Fragen zu OEG, GewSchG, Zivil- und Strafrecht

Praxis- und Supervisionstag:     18. August 2010, (09:00 bis 17:00 Uhr)


Modul  7:    22.10. - 23.10.2010  
· Traumatogramme und Therapieplanung
· Innere Bühne: Bergen verletzter jüngerer „ICH-Anteile"
· Screen-/Bildschirm-Technik: Traumabearbeitung durch Traumasynthese und -integration von Bild, Kognition, Affekt, Körperer- innerung und -reaktion bei verschiedenen Formen von Traumata (Vi- deo- und Livedemonstrationen)

 



Modul 8: 02.12. - 04.12.2010 (3tägig)  
· Fortsetzung Traumabearbeitung und -Synthese mit Screentechnik
· Praktikum: Screentechnik mit eigenen „t-Traumata" (Selbsterfahrung in Therapeut-/Klient-/Beobachterrolle)
· Übertragung / Gegenübertragung, „stellvertretende Traumatisierung"
· Psychohygiene für PsychotherapeutInnen

 

Modul 9: 09.02. - 10.02.2011  
· Bindungstheorie und Forschung
· Bindungsmuster und Bindungsstörungen
· Trauma, Bindungsstörungen und die Folgen bei Kindern und Erwachsenen; psychodynamisch-bindungsorientierte Therapie
· Praktikum: Übungen und Selbsterfahrung in Gruppen

 


 

Zeiten
1. Tag von 10:00 bis 19:00 Uhr
2. Tag von 09:00 bis 17:00 Uhr

   
Wo

Veranstalter und Anmeldung an:
Zentrum für lebenslanges Lernen e. V.
Maiweg 140
56841 Traben-Trarbach/Wolf
email: info@zentrum-lebenslanges-lernen.de
Tel.: (0 65 41) 70 09 - 80, Fax: (0 65 41) 55 26

Veranstaltungsort
Brunnenstraße 57A
Beratungsstelle: Haus Nazareth
54484 Maring-Noviand

   
Wie viel

€ 280,- je Modul 1 bis 7 & 9 (inkl. Seminarmappen, Mittag und Imbiss) ohne Übernachtung
€ 400,- für Modul 8 (3-tägig inkl. Praktikumstag)

 

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