Curriculum

Trauma - Bindung - Therapie
Psychotraumatologie, Traumatherapie, Traumaberatung und Traumapädagogik

nach dem KReST-Modell (6-tlg. Curriculum) mit

  • Lutz-Ulrich Besser (FA für Psychiatrie u. Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiater, FA für Psychotherapeutische Medizin, Traumalehrtherapeut)
  • und weiteren Dozenten

 

 

Was

Das Curriculum wird die Teilnehmer mit den Grundlagen und Konzepten der modernen wissenschaftlich fundierten
- Psychotraumatologie
- Neurobiologie, Bindungs- und Stressforschung
- Traumapsychotherapie (Klinik, Diagnostik, Behandlung)
- Traumaberatung/ -behandlung und Gesprächsführung und Traumapädagogik
vertraut machen.

Darüber hinaus ist in einigen Modulen* Selbsterfahrung durch halbtägige erlebnispädagogische "Outdoor-events" integriert, die als persönliche Ressourcenerfahrungen (Selbstwirksamkeit, Selbstbild, Selbstvertrauen, Vertrauen in Andere, sichern und gesichert werden, usw.) verankert werden!

 

 

Wofür

- > Fortbildungspunkte (18 bis 20 je Modul) von allen Landes-, Ärzte- und Psychotherapeutenkammern
- > Zertifikat A "Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie" vom zptn
- > Zertifikat B "Psychotraumatologie und Traumatherapie" vom zptn
- > Zertifikat C "Psychotraumatologie, Traumapädagogik und Traumaberatung" vom zptn (Modul 1 - 6 und 9)
- > Zertifikat "Spezielle Psychotraumatherapie DeGPT" durch den Dachverband DeGPT e.V. (siehe DeGPT-Richtlinien)

 

 
Wann

Modul 1:  06. - 08.09.2012

  • Geschichte und allgemeine Psychotraumatologie
  • Neurophysiologie von Stress- und Traumaverarbeitung
  • „Neuroplastizität“, nutzungsabhängige Hirnstrukturierung
  • Trauma - Dissoziation - Gedächtnisbildung
  • (Phase 1) Klinik, Diagnostik u. Behandlungsgrundlagen posttraumatischer Belastungsstörungen
  • Einführung ins 4-phasige KReST-Modell der traumazentrierten Psychotherapie und Beratung
  • Stand der wissenschaftlichen Forschung      

 

Modul 2:  04. - 05.02.2013

  • Fortsetzung und Ergänzung der Grundlagen
  • Vom sicheren Äußeren Ort zum sicheren Inneren Ort Traumapädagogik
  • Phase 2:  Stabilisierung und Ressourceninstallation
  • Visualisierung und Imagination („meditativ“ &  „dialogisch“)
  • Distanzierungstechniken: Dissoziationsstopp, Reorientierung, Containment, „Notfallliste/Notfallkoffer“
  • Praktikum: Übungen und Selbsterfahrung in Dreiergruppen

 

Modul 3:  27. - 28.05.2013

  • Stabilisierungstechniken/Stress-Coping/Selfmanagement (Fortsetzung), Demonstration und Praktikum
  • „Das Innere Kind“: Ressourcenorientierte Arbeit auf der Inneren Bühne, „Innerer Dialog“
  • Liste positive Life-Events (Arbeit an „Selbst-Konzepten“)
  • „Screen-/Bildschirm-Technik“ zur Ressouceninstallation (Positive "Life-Events", Augenblicke, Situationen, Erlebnisse mit Zufriedenheit, Freude, Glück, Stolz)
  • Einführung und Live-Demonstration

 

Modul 4:  27. - 29.08.2013

  • Screentechnik für pos. Life-Events mit Praktikum
  • Akut-Traumata: Frühe Interventionen, Debriefing, Defusing
  • Grundlagen notfallpsychologischer Handlungskonzepte
  • Systemische Aspekte der „Traumatherapie“
  • Posttraumatische Belastungsstörung innerhalb der Familie
  • Therapie mit Kindern, Familien und Paaren nach verschiedenen Traumatisierungen

 

Modul 5:  11. - 12.11.2013

  • Einführung in Klinik, Phänomenologie, Diagnostik und Therapie komplexer und dissoziativer Persönlichkeitsstörungen (DESNOS, Ego-State-Disorder, DDNOS und DIS) durch sequentielle Traumata wie Krieg, emotionale, physische und sexuelle Misshandlungen innerhalb der Familie (Gewalt)
  • Sexualisierte Gewalt in Familie und Gesellschaft
  • Organisierte und ritualisierte Formen sexueller Ausbeutung und Misshandlung
  • Videos „Die Seele brennt“, "Dem Hungertod entkommen"

 

Modul 6:  28. - 30.01.2014

  • Traumatogramme und Therapieplanung
  • Innere Bühne: Bergen verletzter jüngerer „ICH-Anteile“
  • Screen-/Bildschirm-Technik mit systematischem Protokoll (Focussierung, nK,pK, Voc, SUD, Körper, usw.)
  • Traumabearbeitung durch Traumasynthese und Integration von Bild, Kognition, Affekt, Körpererinnerung und Körperreaktionen bei verschiedenen Formen von Traumata
  • Video- und Live-Demonstration

 

31. Januar 2014

  • Supervisionstag

 

Hinweis:

 

  • Die Aufbaumodule 7 und 8 sind anderorts buchbar und konzipiert für approbierte ärztliche und psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- u. JugendlichentherapeutInnen oder solche in fortgeschrittenem Stadium der Psychotherapieweiterbildung sowie für Nicht-Approbierte, jedoch mit Nachweis einer abgeschlossenen mehrjährigen Therapie-Fortbildung incl. Selbsterfahrung. Sie sind Voraussetzung für eine Zertifizierung in Psychotraumatologie und traumazentrierter Psychotherapie.
  • Teilnehmern aus den anderen Berufsgruppen wird empfohlen an den Modulen 7 und 8 in der Rolle des Beobachters und Klienten zwecks Selbsterfahrung (eigene Traumabearbeitung) teilzunehmen.

 

Peergruppen:

Zwischen den einzelnen Modulen wird obligat in regionalen Peergroups (3 - 6 Teilnehmer) mindestens zweimal für 3 - 4 Stunden intervisionär zusammengearbeitet und theoretisch und praktisch geübt.

 

Supervision:

Supervisionstage (6 - 7 Std.) zur Fallarbeit werden vom Seminarleiter und von am zptn akreditierten Supervisoren angeboten; Kosten: 100 - 130 € / Tag / Teilnehmer.

 

Fortbildungsbescheinigungen und Zertifizierungen:

Zum Ende eines jeden Moduls erhält jeder eine Teilnahmebescheinigung, am Ende des Curriculums eine Gesamtteilnahmebescheinigung entsprechend der zugehörigen Berufsgruppe.

 

Zertifikate - Voraussetzung neben dem beruflichen Status:

1. Teilnahme an Gruppensupervision - 35 Std.(Gruppe A u. B); - 21 Std. (Gruppe C)

2. Eigene Fallpräsentationen

3. Abschließende Fallberichte (3-5 Seiten) - 4 Fallberichte.(Gruppe A u. B); - 3 Fallberichte (Gruppe C)

4. Ein Video (Ressourcenarbeit) - Innere Kindarbeit oder Screenen pos. Life-events - (Gruppe A, B u.C)

5. Ein Video über Traumabearbeitung / Traumasynthese mit Screentechnik (nur Gruppe A u. B)

6. Traumazentrierte Selbsterfahrung (mindestens 5 Doppelstunden) bei ausgebildetem Traumatherapeuten

7. Kollegiales Abschlusskolloquium in Kleinruppen (Voraussetzung für die Teilnahme am Kolloqium ist die Anmeldung hierfür und das Übersenden der Fallberichte sowie der Videos bis spätestens vier Wochen vor dem Kolloqiumstermin)

 

A > Zertifikat "Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie" vom zptn
B > Zertifikat "Psychotraumatologie und Traumatherapie" vom zptn
C > Zertifikat "Psychotraumatologie, Traumapädagogik und Traumaberatung" vom zptn (Module 1 - 6)

   
Wo

Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thueringen e.V.

Bildungsstätte der Lebenshilfe e. V., Winzerstraße 21, 99094 Erfurt

   
Wie viel

( Weitere Fortbildungsmodule zur Erlangung der zusätzlichen Zertifizierung durch die DeGPT e.V. gibt es am EMDR-Institut Deutschland (siehe Richtlinien DeGPT):

· EMDR Grundkurs + Praxistag

· EMDR Fortgeschrittenenseminar

· Supervision

Nur für approbierte PsychotherapeutInnen ! ! !

Organisation vom zptn unabhängig. Anmeldung und Informationen am EMDR-Institut Deutschland

www.emdr-institut.de)

 

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